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Das Heilverfahren Homöopathie
In den Augen vieler Schulmediziner gilt die Homöopathie
nach wie vor als nicht wissenschaftlich, da nach der gängigen Lehrmeinung
nur eine Therapie anzuerkennen ist, deren Erfolge statistisch nachweisbar
sind (Wirksamkeitsnachweis).
In der Tat ist es kaum möglich, die Heilerfolge der Homöopathie, die ja
individuell auf die subjektiven Symptombeschreibungen des Patienten
ausgerichtet ist, mit ähnlichen Methoden zu messen, wie dies bei den
direkt wirkenden allopathischen Medikamenten, die nach Indikationen
verabreicht werden, der Fall ist. Die homöopathische Arznei wirkt
hingegen mit minimalen Arzneimengen indirekt, spricht die eigene
Regulationsfähigkeit des Patienten an und reizt ihn zur Selbstheilung.
Die Homöopathie ist also, auch wenn sie sich zur Mittelfindung auf die
Symptome des Patienten stützt, keinesfalls (wie oft die Schulmedizin)
eine "symptomatische Therapie".
Der 1916 verstorbene amerikanische Homöopath James
Tylor Kent bezeichnete die Homöopathie in seinem Aufsatz "Was der
Arzt wissen muss, um erfolgreich verordnen zu können" hingegen als
exakte Wissenschaft.
Er führte darin weiter aus: "Sie (die Homöopathie)
beruht auf einem Naturgesetz und der wahre Arzt muss in Übereinstimmung
mit diesem Naturgesetz verordnen.
Für irgendwelche Krankheitsnamen hat
die Homöopathie keine Spezialmittel zur Hand, aber sie besitzt für jeden
einzelnen und individuellen Krankheitsfall ein echtes Spezifikum.
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Sie
behandelt kein Fieber oder irgendeine Krankheit als etwas Abstraktes,
sondern sie verordnet die Medizin für die Persönlichkeit in dem Zustand,
der das Fieber erzeugt oder verursacht."
Wie finden wir nun das "Spezifikum" für den
"einzelnen und individuellen Krankheitsfall"?
An erster Stelle steht die Erhebung der Symptome.
Danach erfolgt in der Regel die Repertorisation bzw. der Vergleich mit den
Arzneimittelbildern und abschließend die Festlegung von Potenz und Dosis
der zu verabreichenden Arznei. Das klingt recht einfach. Um jedoch die Homöopathie
erfolgreich einsetzen zu können, wird man nicht umhin kommen, sich mit
den Grundlagen dieses Heilverfahrens zu beschäftigen.
Die klassische Homöopathie basiert auf den folgenden
3 Grundprinzipien:
- Prinzip
der Arzneimittelprüfung am Gesunden (AMP)
- Ähnlichkeitsprinzip
- Prinzip der Dosierung
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